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Werte Leser,

ganz feierlich wurde unser Rentensystem 125 Jahre alt und als großer Erfolg innerhalb der deutschen Geschichte gefeiert. So wurden zwei Kriege und die Weltwirtschaftskrise überstanden. Nicht nur unsere Kanzlerin, sondern auch weitere Vertreter der Politik und Wirtschaft durften an dieser Feierstunde teilnehmen und sich reden hören. Auch das Riestersystem wurde als durchaus erfolgreich gefeiert.

http://www.br.de/nachrichten/rente-rentenversicherung-125-jahre-100.html

Ich hoffe nur, das keiner der Anwesenden vergisst, dass es damals viele Arbeitnehmer und wenig Rentner gab und sich diese Pyramide gerade dreht und ins Ungleichgewicht fällt.

Zur Zeit sind ca. 500.000 Senioren auf die Grundsicherung angewiesen und die Zahl ist durch die Demografie bedingt stark steigend. Das statistische Bundesamt in Wiesbaden veröffentlicht jedes Jahr diese Zahlen und der Begriff „Grundsicherung“ bedeutet nichts anderes als „Sozialhilfe“.

In Westdeutschland bezogen 3,6% Frauen und 2,7% Männer im Alter ab 65 Jahre diese Leistung, im Osten waren es 2,2% der Frauen und 2,0% der Männer. Das Frauen und Männer andere Zahlen aufweisen liegt an den Tätigkeitsfeldern und der gezahlten Vergütung während der Arbeitszeit. Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich schon jetzt höher, da sich viele Menschen aus Scham nicht trauen diese Sozialleistungen zu beantragen.

So viel zu Heute! Wenn allerdings die Jahrgänge um 1965 das Rentenalter erreicht haben, dann wird eine Lawine an Altersarmut ins Rollen kommen. Glaubt man der deutschen Rentenversicherungsanstalt, dann wird einem Berufstätigen, der 45 Jahre lang gearbeitet hat und einen Durchschnittslohn von 2500€ im Monat verdiente, im Jahr 2030 nur eine Rente in Höhe von 1024€ zustehen. Hinzu kommt die beschlossene Rentenreform, nach denen das Rentenniveau bis 2030 von derzeit 51% auf 43% des durchschnittlichen Nettolohns vor Steuern sinkt. Dann bleiben nämlich nur noch rund 700€ im Monat zum Wohnen, Essen und Trinken. Wie hoch dann die Gesundheitsabgaben sind, kann keiner genau beziffern, allerdings weiß man ja heute schon, das es im Alter nicht besser wird.

Bericht zur Einkommensungleichheit in Europa wird vorgestellt

Wie soll also ein ehemals Erwerbstätiger, der 45 Jahre lang in die Rentenkasse gezahlt hat, davon leben können? Hat er privat vorgesorgt, kann er sich evtl. noch über weitere Zusatzrentenbeiträge freuen. Wer sich das Riestersystem genau ansieht, wird auch dort kaum erkennbare Vorzüge erkennen. Die meisten Menschen lassen sich von den Zusatzbeiträgen des Staates blenden und haben nicht wirklich geprüft, wieviel Sie im Laufe der Jahre zahlen, was Sie garantiert im Rentenalter gezahlt bekommen und welche Leistungen max. als Einmalzahlung gezahlt werden können!

Als Hinweis: Würde sich das Riesterprogramm nicht für den Staat lohnen, gäbe es das System nicht!

Nun wieder zu den Fakten:

Die Zahl der älteren Menschen, die 2014 nicht ohne staatliche Hilfe auskommen, ist also um 7,4% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Sozialverbände sehen schon heute extreme Risiken auf uns zukommen. Und die Gründe für die Altersarmut sind schnell gefunden – es sind nämlich nicht nur der demografische Wandel, sondern auch der Niedriglohnsektor, die Leiharbeit und Teilzeitbeschäftigung. Hinzu kommen die vielen Studierten, weil heute ja schon der Bäcker einen Studienabschluss benötigt (überspitzt dargestellt). Dieser Personenkreis kommt nur schwer auf die 45 Beitragsjahre und haben somit schon von Haus aus mit einem Abzug zu kämpfen.                                                                                                                Und durch die niedrigen Löhne werden natürlich auch nur niedrige Rentenbeiträge gezahlt. Experten gehen heute davon aus, das ein Drittel aller Rentner 2030 in Altersarmut leben werden, ein weiteres Drittel wird sich über die Privatvorsorge, was einen guten Lohn zu Arbeitszeiten voraussetzt, abgesichert haben und 33% liegen laut Statistik heute über der Grenze der Altersarmut.

Altersarmut neu

Dazu auch mein Beitrag zum ehemaligen Arbeitsminister N.Blüm:

https://carstenrenner.wordpress.com/2014/10/13/die-rente-ist-sicher/

Das heisst für den Staat, er muss immer mehr Geld in den Rententopf geben und wird dies nicht auf Dauer durchhalten können. Auch eine Infrastrukturabgabe und eine Haushaltsabgabe, gepaart mit einem Soli für Alle, wird das nicht verhindern.

Weitere 125 Jahre wird dieses System keinen Bestand haben!

Ihr

Carsten Renner

CarstenRenner14-2-14 036

https://carstenrenner.wordpress.com/2015/01/01/impressum-haftungsausschluss-und-datenschutzausfuhrungen/

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