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Werte Leser,

immer wieder werden wir durch die Presse auf das Thema Bildung aufmerksam gemacht. Entweder durch ein Ergebnis zur Pisa Studie oder durch Programme der Politik, unsere allgemeine Bildung zu verbessern.

Das Bildung unsere Gesellschaft den heutigen Wohlstand gebracht hat, brauche ich ja niemanden zu erzählen. Genauso, das nicht jeder Mensch die gleichen Begabungen und Stärken besitzt & deshalb individuell und nicht inkludiert geschult werden sollte. Auch spare ich mir den Hinweis, das unsere Erziehung sehr stark unsere Persönlichkeit beeinflusst.

Gebildete Völker sind natürlich auch eine Gefahr für diejenigen, die dieses Volk führen wollen. Vielleicht genießen wir auch diesem Grund seit Jahren unser hochqualifiziertes Bildungsfernsehen, das gerade um die Mittagszeit beginnt und gegen späten Abend mit dem heute journal sein jähes Ende findet. Vielleicht werden wir auch deshalb seit geraumer Zeit zur Inklusion getrieben, um uns so unsere individuellen Fähigkeiten zu berauben. Vielleicht fehlen uns auch deshalb in ganz Deutschland so viele ausgebildete Fachkräfte wie ErzieherInnen und Lehrkräfte. Was haben uns denn unsere Schulsysteme in den letzten Jahren gebracht?

Das, werte Leser, sind wohl wissend viele „vielleicht“, allerdings kenne ich die Antworten auf diese Behauptungen nicht, denn der Staat stützt sich natürlich gerade beim Inklusionsthema auf die Vereinten Nationen, die Menschenrechte hervorziehen, um uns alle zu begleichen.

(Links finden Sie diesmal ausschließlich unten angehängt)

Als Rheinland-Pfälzer möchte ich kurz auf unser Schulsystem und dessen offene Wunden eingehen. Laut statistischen Landesamt werden pro Woche ein Ausfall von 20.000 Unterrichtsstunden ausgewiesen. Insgesamt fehlen so bei einem Defizit von 2,1% ca. 600 Lehrkräfte alleine in Rheinland-Pfalz, um die Bildung unserer Kinder nach heutigem Stand aufrecht zu erhalten.

Und Bildung beginnt ja nachweislich im Elternhaus ab Geburt an, selbst das Verhalten der werdenden Mutter während der Schwangerschaft kann bereits  Einfluss auf das Kind nehmen. Dann kommt bei einigen Elternhäusern, da beide Parteien berufstätig sind, das Kleinkind mit eins oder zwei Jahren in den Kindergarten oder der Kindertagesstätte. Auch dort gibt es bereits heute ein Defizit an qualifizierten Personal und ausreichend Plätze für die Kinder. Und wenn sich die Kirchen in Deutschland weiter aus der Bildungsverantwortung nehmen, wächst das Defizit weiter auf. Und gerade in jungen Jahren wird der Grundstock zum weiteren Werdegang gelegt. Mit 100 Euro Betreuungsgeld ist da gar nichts zu gewinnen, ausser die sozial Schwachen und Familien mit Migrationshintergrund weiter vom Rest der Gesellschaft zu entfernen.

Wie wäre es mit einer Pflicht zum Kindergartenbesuch ab drei Jahren?

Gezielte Weiterbildungsmaßnahmen und Qualifikationen für unsere Lehr- & Erziehungskräfte wären für alle Seiten ein Gewinn. Gerade durch die gezielte Inklusion werden noch weitere Fachkräfte benötigt.

https://carstenrenner.wordpress.com/2014/08/05/inklusion/

Hinzu kommen die verschiedenen Schulsysteme ab einem Alter von 5 Jahren. Da Bildungspolitik Ländersache ist, hat man hier verschiedene Modelle in Deutschland geschaffen. Wer von einem Bundesland in ein anderes umzieht, kann sich sogar bildungstechnisch verschlechtern. Wie wäre es da wenigstens mit einheitlichen Standards bei Prüfungen und Lerninhalten, wobei die Methodik und Didaktik den Ländern überlassen wird?

Hier nun meine persönliche Meinung, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Bildung bedarf eines Mindestmaßes an Freiheit, um sich entfalten zu können. Und Freiheit und Wohlstand bauen auf Bildung, denn nur der mündige und emanzipierte Bürger kann für die Bewahrung der Freiheit einstehen. Dazu benötigt er die Fähigkeit zur Kritik und Selbstreflexion. Das Individuum ist unterschiedlich in Begabung und Talent. Und so heißt es gerade die Unterschiede zu stärken und das Angebot an Bildungsmöglichkeiten, staatlich und privat, zu verbessern und zu erweitern. Nicht die Gleichheit bringt uns weiter, sondern die individuellen Fähigkeiten.

Bildung ist ein Bürgerrecht und notwendig, um an der Gesellschaft, der Politik und Wirtschaft mitzuwirken und teilzuhaben. Bildung ist ein lebenslanger Prozess, der nie abgeschlossen ist. Eine individuelle Förderung sollte nicht politisch mißbraucht und falsch interpretiert werden und darin eine ungleiche Wertschätzung vermuten. Im Liberalismus steht die Freiheit des Einzelnen im Vordergrund. Die Menschen werden als grundsätzlich gleichwertig betrachtet, unabhängig von ihren individuellen Eigenschaften wie Religion, Geschlecht und ethnischer Herkunft. Somit stehen vier Werte und Prinzipien für das liberale Fundament:

– die Freiheit und Selbstbestimmung des Einzelnen dienen als Schranken für staatliches Handeln

– der freie Wettbewerb

– Chancengleichheit und Gerechtigkeit

– einen sozialen Aufstieg durch Leistung

Und da wir unterschiedliche Talente und Begabungen haben, kann ein einheitliches System nur schwerlich unseren Bedürfnissen gerecht werden. Und die Menschen sind nicht nur mit unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet, sondern auch die Umstände der sozialen Herkunft beeinflussen das Wesen, was eine spezielle Förderung und Forderung des Einzelnen zur Folge haben muss. Gleiche Chancen für alle!

Der gerechte Zugang zu Bildung sollten allen unabhängig von ihren individuellen Eigenschaften ermöglicht werden. Der Bildungserfolg ist somit eng mit dem Zugang zu Bildung, in Form von Selektion und Inklusion, zu verknüpfen.

Zur bestmöglichen Bildung sind wettbewerbliche Strukturen notwendig. Dazu gehören staatliche Anbieter als auch Einrichtungen freier Trägerschaften. Letztere bieten für deutlich geringere Schülerkosten pro Kopf eine zumeist höhere Bildungsqualität und innovative, pädagogische Konzepte. Gerade in der frühkindlichen Bildung zählt die Quantität und Flexibilität von Bildungseinrichtungen, die Ausbildung und Qualität des pädagogischen Personals sowie die Berücksichtigung der gesellschaftlichen Vielfalt.

Deutschland ist eines der wenigen europäischen Unionsländer, dessen Erzieherinnen und Erzieher nicht akademisch ausgebildet sind. Die eigenverantwortliche Schule sollte auf eine Entscheidungskompetenz beruhen, die frei über pädagogische Konzepte und Didaktik entscheidet. Bewertungs- und Beurteilungssysteme sind so zu gestalten, dass die SchülerInnen zu Leistung motiviert werden und ihre Entwicklung dadurch ersichtlich wird.

Kinder sind und waren stets eine Investition in die Zukunft. Das heißt, das gerade das Kosten-Nutzen-Verhältnis von früher Förderung zu später Präventions- und Interventionsmaßnahmen im deutlichen Maße positiv sind und somit sogar Kosten spart. Zusätzlich ist das Personal bestmöglich aus- und weiterzubilden, um gerade im frühkindlichen Entwicklungsprozess optimale Ergebnisse zu erzielen.

Die Öffnungszeiten müssen zur Chancengleichheit flexibel gestaltet werden, die Sprachförderung gerade im Hinblick auf die Integration verbessert werden und die LeiterInnen der Einrichtungen genug Zeit zum Leiten ihrer Einrichtung bekommen.

Um zum Schluss zu kommen! Es bedarf Mut die Veränderungen voranzutreiben und flexibles Denken aller Beteiligten. Wir sind nicht alle gleich, wir haben Stärken und Schwächen, also lassen Sie uns unsere Stärken stärken und die Schwächen zur Seite legen.

http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2014-09/schulsystem-effizienz

http://www.allgemeine-zeitung.de/politik/rheinland-pfalz/schulstart-in-rheinland-pfalz-wegen-der-zuwanderung-werden-mehr-lehrer-gebraucht_14501444.htm

http://www.insm.de/insm/Presse/Pressemeldungen/Bildungsmonitor-2014.html

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/sitzenbleiben-wie-sinnvoll-ist-die-ehrenrunde-a-993808.html

 

Ihr

Carsten Renner

CarstenRenner14-2-14 019

https://carstenrenner.wordpress.com/2015/01/01/impressum-haftungsausschluss-und-datenschutzausfuhrungen/

 

News vom 03.11.2014:

Als Buchempfehlung gebe ich Ihnen das Buch vom Philosophen Konrad Paul Liessmann mit: „Geisterstunde – Die Praxis der Unterbildung“

Hier ein Auszug aus seinem Buch:

„Im derzeitigen Bildungssystem werden fatalerweise Interesse und Neugier nicht genügend geweckt. Nur durch Wissen entsteht die Lust und die Sehnsucht danach, noch mehr wissen zu wollen. Bloß nicht mit dem eigenen Kopf denken, das scheint heute das geheime Programm von Ausbildung zu sein.“

Was alle Erziehenden dringend vermitteln müssen, ist der Mut und die geistige Freiheit, Dinge um ihrer selbst willen zu tun. Bildung ist eine Aktivität, die ein Leben lang dauert!Und wenn man die Bildungsinstitutionen durchlaufen hat, ist man selbst dafür verantwortlich, sich weiter zu fordern und zu formen.

So schließe ich meinen Appell an Sie für heute!

News vom 11.12.2014:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article135240553/Chancen-fuer-deutsche-Schueler-ungleich-verteilt.html

Leider ist das so!

News vom 02.01.2015:

http://www.focus.de/familie/schule/fdp-generalsekretaerin-ueber-bildungspakt-nicola-beer-wir-haben-zu-viele-lehrer-die-nicht-in-die-schule-gehoeren_id_4377510.html

Liberal zu denken bedeutet frei zu denken. So sollten unsere Bildungseinrichtungen lösungsorientiert, leistungsorientiert und individuell aufgestellt sein, um eine sehr gute, wenn auch nicht die beste Bildung der Welt zu garantieren.

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