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Werte Leserschaft,

ich möchte heute einmal mit Ihnen über die Waffenlieferungen an die Kurden und dessen Auswirkungen sprechen und Sie zum nachdenken bewegen.

Die Enthauptungen von westlichen Journalisten und einem Entwicklungshelfer durch den islamischen Staat (IS) verschärften die internationale Konfliktlage bis hin zum Einsatz der USA mit Waffengewalt.

http://www.welt.de/politik/ausland/article132349275/IS-Miliz-aendert-Taktik-wegen-der-US-Luftangriffe.html

Der IS finanziert sich über Öl und fremdes Geld, ist militärisch gut gerüstet und mobil.Sie wollen ein Kalifat vom Irak bis zum Mittelmeer, und mit Unterstützung sunnitischer Staaten den Terror in die Welt tragen.

Mit Angriffen und Hilfen der USA sowie europäischen Waffen- und Ausbildungshilfen für die Kurden ist der Westen nun Konfliktpartei. Immer wieder drang der Spruch „eingreifen verlangt durchgreifen“ durch die Medienlandschaft und mehr und mehr Länder formieren sich zum Widerstand gegen den islamischen Staat.

Doch wie weit kommen wir mit dieser Politik? Waffen für den Frieden?

Die UNO, NATO, EU und viele Nachbarstaaten beobachten aus der Ferne. Ihre humanitäre Hilfe löst zur Zeit kaum Probleme und die Türkei ist nicht gerade erfreut über die Lieferungen an die Kurden. Der IS handelt am Boden und ist dort auf Grund ihrer schnellen Mobilität auch noch überlegen. Ca. 30.000 bewaffnete Kämpfer soll es laut Medien innerhalb der IS geben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Islamischer_Staat_%28Organisation%29

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Seit über einem Monat handeln die westlichen Mächte mit Einschränkungen und versuchen so das Leid über die Medien zu lindern. Über Bagdad beliefert Deutschland mittlerweile die Kurden mit Waffen, zum Teil leichte Waffen wie Gewehre des Typs G3 und G36, aber auch mit schweren Handwaffen, wie Maschinengewehre und den Panzerabwehrlenkwaffen Milan und der leichten Panzerfaust. So versucht man die Katastrophe , den Völkermord und die Vertreibung einzudämmen. Wie viele Waffen in Bagdad verbleiben und bei den Kurden ankommen, bleibt offen und kann nicht nachvollzogen werden. Generell wird vom Westen eingegriffen, da man Terroraktionen im Westen befürchtet, da auch viele Kämpfer aus westlichen Staaten für den IS aktiv sind.

Bei uns findet jetzt der erste Prozess gegen ein Mitglied der IS statt, da der IS als nicht verfassungskonforme Vereinigung angesehen wird und somit verboten ist.

Aber inwieweit hilft uns ein Waffeneinsatz über Splittergruppen? Und was ist das Ziel? Klar, man versucht den IS zu besiegen, was allerdings nicht wie ein Endsieg stattfinden wird. Das haben uns die schmerzlichen und teuren Kriege im Irak und Afghanistan gezeigt. Wie kämpft man diese Art von neuen Kriegen?

Eine Unterstützung der Kurden in ihrem beanspruchten Gebiet kann auch eine Stärkung der Region für die Kurden bedeutet, die ja seit Jahren für einen kurdischen Staat plädieren und diesen dann im Anschluss umsetzen. Was bedeutet das für den Westen und schafft man sich dann einen neue, dauerhafte Krisenregion? Dieser Staat könnte rund 30-40 Millionen Einwohner (Kurden) haben. Das ganze Gebiet ist größer als Deutschland. In der Ausdehnung ca.500.000 qkm, von der Türkei über Syrien bis zum Irak und Teile vom Iran. Seit Jahren schon festigen Sie ihre Autonomie, indem sie eine eigene Regierung stellen, eine Armee (Peschmerga) und sogar ein Parlament. Sie verfügen über Rohstoffe wie Öl, Holz, Kohle, Kupfer, Gas und Gold. Sie haben sogar mit den Flüssen Euphrat und Tigris eine gute Wasserversorgung für eine Bewirtschaftung der Ländereien. Mit Erbil haben Sie eine eigene Hauptstadt im Nordirak mit über eine Million Einwohner. Ein Flugplatz dient zur Zeit sogar der USA für Hilfeleistungen.

Zur Zeit findet die Auseinandersetzung in mehreren Ländern, Syrien und dem Irak, statt. Syrien selbst befindet sich noch im inneren Konflikt mit Splittergruppen und dem ehemaligen Regime von Assat, das immer noch an der Regierung festhält. Diese dulden nur begrenzt das Eingreifen der USA. Der Irak wurde von den USA damals im Stich gelassen, da es politisch keinen Weg mehr im Irak für die USA gab. Seitdem ist der Irak instabil und die Regierung kann eine innere Stabilität nicht gewährleisten. Aus diesem Grund werden die Hilfen, gerade beim Militär, gerne angenommen. Die irakische Armee ist unorganisiert und demoralisiert, kann sich kaum gegen den IS durchsetzen. (Dazu muss man sagen, das die IS taktisch mit Jeeps unterwegs ist, mit weißen Toyota Pickups!

Ob man eine Region mit Waffen befrieden kann, ist mehr als offen, denn seit vielen Jahren ist diese Region stets ein Krisenherd. Und die Türkei wird sehr genau beobachten, was die Kurden mit westlicher Unterstützung so treiben. Im eigenen Land finden ja auch seit Jahren Kämpfe gegen die Kurden statt. Bereits im letzten Jahr war die türkische Armee im Begriff in den Irak einzumarschieren. Nicht um Krieg gegen den Irak zu führen, sondern um ihre Stellung gegen die kurdischen Rebellen zu stärken. Und der Westen dachte auch damals, das man in Syrien leichtes Spiel hätte und das Land neu reformieren kann. Ein Trugschluss, wie sich später herausstellte, denn das Regime ist zäh an der Macht geblieben. Auch dort herrscht keine Aussicht auf Befriedung mit Waffengewalt.

Diplomatisch kann man im nahen Osten nur eingreifen, wenn man die Nachbarländer mit ins Boot nimmt. Alleine hat der Westen nicht den Hauch einer Chance. Und man sollte sich ins Bewusstsein rufen, das nach dem Krieg gegen den islamischen Staat evtl. noch größere Probleme warten. Wer sich einmischt sollte wissen, was er am Ende bewirken will.

Der Rückhalt der deutschen Bevölkerung ist sehr gering für einen Krieg im nahen Osten und je länger dieser dauert, umso mehr werden sich dagegen aussprechen.

Lösen also Waffen die Probleme? Wohl kaum! Bildung wäre eine Lösung, zumindest im eigenen Land, um die Strömungen zu solchen Vereinigungen zu vermeiden. Die Zeit wird zeigen, was und wie es sich dort unten entwickelt. Hoffen wir für die Menschen vor Ort, das Vertreibung, Tötungen und Hunger nicht von langer Dauer sind. Ironischer Weise könnte man anmerken, wenn die IS noch drei, vier amerikanische Bürger töten, dann kommt das Ende schneller für die leidende Bevölkerung.

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Für die Freiheit

Ihr

Carsten Renner

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https://carstenrenner.wordpress.com/2014/05/15/impressum-haftungsausschluss-und-datenschutzausfuhrungen/

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