Liebe Leserschaft,

nun ist es amtlich! Der Wahlsonntag vorüber, die Wahllokale geschlossen und die Stimmen ausgezählt.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/europawahl-2014-wahlergebnis-grafik-eu-parlament-a-969224.html

Die CDU, immer noch stärkste Partei trotz der Verluste der CSU (die allerdings auch nur in Bayern angetreten waren), büßt ein wenig Vorsprung auf die SPD ein. Dank Herr Schulz holte diese auf und schließt nun die Lücke zum schwarzen Bruder. Apropo Lücke, Herr Lucke von der AfD lässt sich feiern und hat nun endlich seinen Job gefunden. Mit viel Cleverness hat er mit den Ängsten der Bürgerinnen und Bürger eine Menge Stimmen gefangen, die es nun zu halten heißt. 7% sind eine Menge Bürgerstimmen, wenn man auch auf Grund der Wahlbeteiligung sagen muss, das er keine neue Stimmen hinzubekommen hat gegenüber der Bundestagswahl 2013. Aber er hat den anderen etablierten Parteien Stimmen genommen und leider sind ca. 50% der Menschen einfach nicht wählen gegangen. Entweder aus Frust und Politikverdrossenheit oder aus purer Bequemlichkeit. Und da steht Deutschland im Vergleich zu den Nachbarn noch gut da!

Was bedeutet das für Europa? Sieht man sich die Wahlergebnisse auch in anderen europäischen Ländern an, so stellt man schnell fest, das linke und rechte Parteien stark hinzugewonnen haben. Gerade die rechte Fraktion aus Frankreich, England und den Niederlanden ist beängstigend.

Trotzdem glaube ich persönlich, das es der europäischen Politik gut zu Gesicht steht, sich auch mal konstruktiver Kritik stellen zu müssen und zu diskutieren. Jetzt heißt es nämlich zu überzeugen, die Stimmen von rechts und links mitzunehmen und im Endergebnis wird es Europa nach vorne bringen. Noch haben die führenden Parteien eine 2/3 Mehrheit, allerdings kann sich dies auch weiter ändern, wenn man es versäumt, Politik für die Meschen zu gestalten.

Gestern durfte ich in der Sendung „hart aber fair“ einigen guten Argumenten folgen und das aus jeglicher Sichtweise. Herr Lucke präsentierte sich und seine Partei als Volkspartei, die Grünen sind in der Findungsphase und die CSU hat kurz vor der Wahl noch einmal ihr Image geändert :-),zum Teil für und gegen Europa. Selbst die Kanzlerin (sonst immer so bedacht) hat versucht durch schnelle Kommentare (über die soziale Schiene), noch Stimmen zu fangen. Die SPD profitierte von einem engagierten Herr Schulz, ansonsten stellt diese Partei einen Einheitsbrei mit ihrer großen Schwester, der CDU, dar. (Gender-Wortklang)

Die FDP wurde weiter abgestraft für ihre über Jahre inhaltslose und müde Politik. Und da sich diese Partei nicht am Populismus beteiligt hat, kamen auch keine neue Stimmen hinzu. Das gibt dieser Partei allerdings eine klare, neue Linie! Die alten Vorurteile, die Partei der Besserverdienenden, Hotelsteuer usw., müssen erst herauswachsen und das wird dauern. Persönlich hoffe ich natürlich, das es nicht zu lange dauert und die Partei in sich zerbricht, sich aufreibt und nur noch unter Splitterpartei aufgeführt wird. Aus liberaler Sicht ist Europa unsere Zukunft und die freie Entfaltung, die uns Europa bietet, haben wir so in der Geschichte noch nicht gehabt. Es darf nicht auf Kosten unserer Gesellschaft gehen, es muss ein Miteinander stattfinden, erst dann hat Europa eine Chance besser zu werden. Wirtschaftliche Aspekte lasse ich hier einmal außen vor, denn ohne eine europäische Vereinigung hat kein einzelnes europäisches Land mehr eine Chance auf Augenhöhe mit den global playern zu sein.

Jetzt heißt es Ziele definieren und die Menschen mitnehmen!

Hier der Link zur Sendung vom 26.05.2014:

http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/

Als liberal eingestellter Bürger hoffe ich im Sinne aller Europäer, das die nächsten Jahre in Europa nicht einfacher, aber effektiver werden! Für Deutschland hoffe ich, das die großen Parteien dieses Wahlergebnis in gänze verstanden haben und ihre Politik an die Gesellschaft anpassen und nicht uferlos weiter nur für sich betreiben.

Vom Bürger für Bürger

Ihr

Carsten Renner

Bild

https://carstenrenner.wordpress.com/2014/05/15/impressum-haftungsausschluss-und-datenschutzausfuhrungen/

 

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