Zu Beginn ein Auszug aus Wikipedia zum Absolutismus:

„Mit Absolutismus (auch absolute Monarchie genannt) wird eine Herrschaftsform in Monarchien bezeichnet, die von der Regierung eines aus eigener Machtvollkommenheit handelnden Herrschers ohne politische Mitwirkung ständischer oder demokratischer Institutionen bestimmt war. Zugleich bezeichnet der Begriff auch eine von dieser Regierungsart geprägte frühneuzeitliche Epoche europäischer Geschichte zwischen den Religionskriegen des 16. und frühen 17. Jahrhunderts und den Revolutionen des späten 18. Jahrhunderts. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts wird der Begriff als Beschreibung eines Zeitalters in Frage gestellt, weil neben absolutistischen Fürstentümern auch Republiken wie die Niederlande oder konstitutionelle Monarchien wie England eine Blütezeit erlebten. Aus diesem Grund wird als Epochenbezeichnung mittlerweile häufig der Begriff „Zeitalter des Barock“ gewählt, der neben den politischen Unterschieden auch zeitgenössische religiöse, philosophische und ästhetische Erscheinungen mit einbezieht.“

 

Ganz so weit sind wir in Deutschland noch nicht und ein Vergleich zwischen einer demokratischen Ordnung und der Monarchie hingt ein wenig – wirklich?

Mein eigenes Verständnis von einer Politik für das Volk sieht anders aus, wie wir das bereits seit Jahren erleben.

Viele Parteien in Deutschland stellen im Wahlkampf ihre Punkte vor, arbeiten an ihrem Image und versuchen den Bürger von sich zu überzeugen. Es werden schwungvolle Reden gehalten, sich im Fernsehen duelliert und andere Parteigenossen bloßgestellt. Irgendwann entscheidet sich dann der Wähler für eine Partei, manchmal erst kurz vor dem Urnengang. Er macht das aus dem Bewusstsein heraus, das diese Partei ihn am besten vertritt und somit seine Stimme verdient hat. Er weiß durchaus, das er nicht mit allen Punkten im Parteienprogramm übereinstimmt, aber die Gesamtheit überzeugt ihn.

https://www.wahl-o-mat.de/europawahl2014/

Dann kommen die Wahlen und der Wahlausgang bringt wie so oft nicht eine Partei ganz nach vorne, so das sie eine Regierung stellen kann, sondern sie muss sich nach Partnern umsehen, die eine Koaltion bilden möchten. Und da fängt es bereits an, die Parteien müssen sich entgegenkommen und somit ist das eigene Wahlprogramm, das den Wähler überzeugt hat, nicht mehr komplett durchzusetzen und wird schwammig. Des Weiteren geht es um Posten und somit nicht mehr nur um die Politik, sondern auch um Profilierung der einzelnen Politiker und Macht. Ein Koalitionsvertrag mit druckvoller Basisbefragung wird beschlossen ohne den Wähler ins Boot zu holen, ihn zu beteiligen. Er wird vorgeführt und wie so oft enttäuscht!

Jetzt kann man behaupten, gerade das zeichnet eine Demokratie aus und macht sie lebhaft. Nicht in meinen Augen!

Wäre es nicht sinnvoll die Partei mit den meisten Stimmen regieren zu lassen und die Hauptaufgabe dieser Partei bestünde jetzt darin, die Opposition von ihren Anliegen zu überzeugen, sie mitzunehmen auf ihrem Weg und somit die bestmögliche Lösung für das Volk, für Deutschland, zu bieten? Die Frage ist natürlich in unserer heutigen Zeit, ist dies überhaupt noch gewollt?

Sie müssten sich vielmehr mit einzelnen Punkten auseinandersetzen (z.B. Rente mit 63, kalte Progression usw.), diskutieren und eventuell wird sogar ein Punkt der regierenden Partei abgelehnt und zwar nicht aus Prinzip heraus, sondern weil man eine bessere Lösung gefunden hat, eine für das Volk! Und danach wird diese Lösung publiziert und den Menschen erklärt.Man schafft Transparenz und somit Glaubwürdigkeit. Ist nicht Vertrauen das a und o?

Jetzt höre ich schon die Kritiker raunen und der „Renner“ stellt unsere demokratischen Richtlinien auf den Prüfstand.

Aber wie ist es denn zur Zeit? Die Opposition ist zwar da, wird nur nicht wahrgenommen. Man könnte sie fast vergleichen mit der FDP, nur das diese als APO außerhalb der Berliner Schaltzentrale agiert und eben nicht in Berlin sitzt. Die Koaltion mit einer überzeugenden Mehrheit, diesmal GroKo genannt, kann walten und schalten wie sie will. Es gibt außer von den Lobbyisten keine Gegenwehr. Das liegt aber nur daran, das diese ihre Sicht der Dinge einbringen müssen, damit die Wirtschaft günstig vertreten wird.

1989 gab es eine Bewegung, die Älteren mögen sich erinnern, die auf Freiheit ausgelegt war. Diese Bewegung wollte eine Veränderung, sich nicht weiter diktieren lassen, sondern ein freiheitliches, mit Grundwerten untermauertes System. Wo der Staat dem Volke dient und nicht das Volk dem Staate.

Durch meinen Blog und die vielen konstruktiven Rückmeldungen weiß ich, dass die Politikverdrossenheit noch nicht jeden Menschen erreicht hat. Bleiben Sie am Ball und verfolgen Sie unsere oberste Behörde, die Regierung!

Ich selbst bin mal auf die Weltmeisterschaft in Brasilien gespannt! Weniger möchte ich wissen, wer Weltmeister wird, sondern was in dieser Zeit alles durch den Bundestag durchgetrieben wird. Brot und Spiele!

 

Ihr

Carsten Renner

Bild

https://carstenrenner.wordpress.com/2014/05/15/impressum-haftungsausschluss-und-datenschutzausfuhrungen/

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