So beginnt heute ein Artikel in der Zeitung „Die Welt“:

Das wuchtige Gebäude an der Berliner Prachtallee „Unter den Linden“ wirkt wie eine Trutzburg, hinter der sich viele Geheimnisse verstecken. In dem 1953 fertiggestellten, mit Stein und Granit verkleideten Bau fand die Konferenz der Außenminister der vier Siegermächte des Zweiten Weltkrieges statt; 1971 wurde dort über das Viermächteabkommen zu West-Berlin verhandelt. Im Inneren sind die Türen mit Gold verziert, allein die Festräume sind insgesamt 1500 Quadratmeter groß. Hier befindet sich die Botschaft der Russischen Föderation, die diplomatische Vertretung von Wladimir Putins Reich.

Für Geheimdienste jedoch ist das Haus aus der Stalin-Zeit in erster Linie eine „Legalresidentur“ für Agenten, die Politik und Wirtschaft der Bundesrepublik auskundschaften – und zwar so intensiv wie nie zuvor. „Für kaum einen Geheimdienst ist die nachrichtendienstliche Aufklärung in Deutschland so wichtig wie für den russischen“, sagt Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen der „Welt“.

Im weiteren Verlauf wird den Bürgerinnen und Bürgern erklärt, das uns der russische Geheimdienst in den elitären Kreisen ausspioniert und auf gut Freund macht.

Wo denn auch sonst werte Leser, sollte er dies tun? Versucht man uns jetzt im ernst zu erklären, das die NSA Affäre nicht so schlimm war, denn die Russen machen es ja auch?

Weiter im Text der Welt:

Die Abteilung 4 des Bundesamtes für Verfassungsschutz, zuständig für die Spionageabwehr, beobachtet derzeit Aktivitäten des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR im Umfeld des Bundestages. Russische Agenten, getarnt als Mitarbeiter der Botschaft, sprechen gezielt Referenten und wissenschaftliche Mitarbeiter von deutschen Politikern, von Stiftungen und Ministerien an. Sie gewinnen die oft ahnungslosen Zielpersonen als Quellen. Und gelangen so an sensible Informationen. „Halboffene Beschaffung“ nennt der Verfassungsschutz diese Form der Spionage.

Seit dem Einzug neuer Abgeordneter in das Parlament verstärken russische Agenten ihre Werbebemühungen noch, befürchten Sicherheitsexperten. Gesteuert werden sie aus der russischen Botschaft heraus; bis zu ein Drittel des Personals dort habe einen nachrichtendienstlichen Hintergrund, schätzt der Verfassungsschutz.

Aus Sicht eines freien Bürgers kann ich dazu nur sagen: Stimmt, das machen die! Wie alle anderen Staaten auch, es gab schon immer Spionage und es wird sie immer geben. Schon im alten Rom wurden wichtige Nachrichten beschafft, um sich Vorteile anzueignen und so wurden auch Schlachten gewonnen.

Und heute leben wir ja schließlich im Informationszeitalter!

Aber jede Madaille hat zwei Seiten und ein chinesiches Sprichwort sagt sogar:

„Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.“

Und so verschließen wir nicht die Augen vor der Wahrheit. Egal ob Russen, Amerikaner oder wir Deutschen, wer die Informationen hat, der hat den Vorteil. Und ich persönlich glaube auch nicht, dass uns das Verbot der Vorratsdatenspeicherung davor bewahrt.

Es war ein Erfolg auf ganzer Linie, als das Gericht die VDS als nicht verfassungskonform beschrieben hat und somit keine Umsetzung stattfindet. Und die FDP hat sich schon sehr lange gegen eine Speicherung sämtlicher Daten ausgesprochen. Nur weiß ja Jeder, der auf Facebook ein Profil hat, bei Amazon einkauft oder bei ebay verkauft, was mit seinen Daten geschieht. Wer sich heute noch schützen möchte, der sollte sein Gehalt bar auszahlen lassen, das Internet meiden und an keinen Gewinnspielen teilnehmen usw.

Und so deklassiert er sich aus der Gesellschaft, in der es heutzutage ganz normal ist all diese Plattformen zu nutzen.

Also leben wir damit, das Spionage und Weitergabe von Daten stattfindet und verschließen nicht unsere Augen vor der Wahrheit.

Ob jetzt die Russen oder die Amerikaner die Politiker ausspionieren wird nichts an unserem derzeitigen Leben in Regulierung ändern. Erst wenn wir es schaffen die Freiheit des Einzelnen wieder zu würdigen und diese zu achten, erst wenn wir Deregulieren und dem Staat wieder Verantwortung abnehmen, uns selbst entwickeln und unsere eigene Leistung uns nach vorne bringt, erst dann haben wir eine Chance, nicht jeden Tag suggeriert zu bekommen, in welchen Abhängigkeiten wir uns befinden.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Ostermontag!

Ihr

Carsten Renner

Bild

https://carstenrenner.wordpress.com/2014/05/15/impressum-haftungsausschluss-und-datenschutzausfuhrungen/

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